Kochen & Backen: So genießen wir morgen

Erledigen smarte Küchengeräte bald den Einkauf, das Kochen und den Abwasch? Die Smart Kitchen verspricht viele Vorzüge, doch nicht alles ist sinnvoll. Auch gibt es noch viele Stolpersteine auf dem Weg zur vernetzten Küche.

IFA Messe Berlin Bildquelle: © Messe Berlin

Die Digitalisierung des intelligenten Zuhauses erstreckt sich über alle Bereiche des kulinarischen Genusses: Vom „Smalt“, dem intelligenten Salzstreuer, der über Amazons Sprachassistentin Alexa die gewünschte Menge Salz in einem kleinen Schubfach bereitstellt, über das Ambiente-Licht für das romantische Dinner bis hin zum klugen Sous-vide-Assistenten oder der modernen Kaffeemaschine, die die individuellen Kaffeevorlieben der Gäste kennt und jedes Heißgetränk perfekt zubereiten soll. Mit dem Smartphone als Steuerzentrale kann diese Liste prinzipiell schier endlos fortgesetzt werden. Interessant wird es, wenn alle smarten Geräte dieselbe Sprache sprechen.

Sowohl das Potenzial von Sprachassistenten wie Alexa und Co. als auch das der intelligenten Haushaltsgeräte ist noch längst nicht ausgeschöpft – zumindest, wenn es nach Technologieunternehmen wie Bosch, Siemens oder Samsung geht. So zeigt beispielsweise eine aktuelle Studie von Samsung Electronics und dem Marktforschungsinstitut YouGov, dass fast die Hälfte der Europäer für eine vernetzte Küche bis zu 50.000 Euro investieren würden. Das zeigt, dass der Wunsch nach Geräten, die miteinander kommunizieren und sich flexibel an die Bedürfnisse der Nutzer anpassen, vorhanden ist. Ein Anwendungsfeld ist die Lebensmittelbeschaffung – beispielsweise ein Kühlschrank, der helfen kann, den Einkauf flexibel zu organisieren, wie etwa der „Family Hub“ von Samsung: Über die „Smart Things“-App können Nutzer von unterwegs auf die digitale Einkaufsliste zugreifen oder Bilder des Kühlschrankinneren, dank integrierter Kameras, auf dem Smartphone abrufen. Und als praktischer Begleiter im Alltag lassen sich mit dem Family Hub auf dem großem Display auch Filme abspielen, aktuelle Nachrichten abrufen oder Essen online bestellen.

Miele MChef Bildquelle: © Miele

Mit dem Service MChef will Miele die Spitzengastronomie nach Hause bringen: Bestellte Gourmet-Gerichte werden frei Haus geliefert und einfach und schnell im Miele-Dialoggarer zubereitet.

Wann macht smart Sinn?
Bei Miele ist man davon überzeugt, dass Kunden dann intelligente Vernetzungslösungen akzeptieren, wenn sie die Sicherheit erhöhen oder einen Komfortgewinn bieten: Von unterwegs auf dem Smartphone kontrollieren, ob zuhause wirklich alle Hausgeräte ausgeschaltet sind, kann ein interessantes Feature sein. Für Kochbegeisterte ist der Sprachassistent Alexa in Verbindung mit Haushaltsgeräten sowie auch die „Miele@mobile“-App mit über 1.200 Rezeptideen attraktiv. Laut Miele habe sich aber ein Feature unter den Kunden des Herstellers als gefragter Standard etabliert: Die Automatikfunktion „Connectivity“ passt die Absaugleistung der Dunstabzugshaube dem tatsächlichen Kochgeschehen an. Mehr als die Hälfte aller verkauften Miele-Kochfelder und -Dunstabzugshauben haben dieses Feature bereits an Bord – ein Mehrwert, der sich potenziellen Kunden schnell erschließt. Dass das Thema Konnektivität bereits den Markt der Hausgeräte prägt, davon ist Olaf Nedorn, Marketingleiter Deutschland bei Siemens Hausgeräte, überzeugt: „Die Anzahl der vernetzten Großgeräte im Haushalt stieg im vergangenen Jahr um 81 Prozent.“ Der Schlüssel zum Erfolg ist es, eben diese Produkte auf den Markt zu bringen, die den Hobbykoch unterstützen, ihm helfen, perfekte Ergebnisse zu erzielen, ohne ihn aber des Spaßes an der Zubereitung zu berauben. Ein Produkt, das Siemens erst vor kurzem vorgestellt hat, und das genau auf diesen Spaßfaktor abzielt, ist das neue „FreeInduction Plus“-Kochfeld: Es soll sich automatisch an die Bedürfnisse des Nutzers anpassen und fasst bis zu sechs Töpfe oder Pfannen. 56 Mikroinduktoren erkennen Größe und Position des Kochgeschirrs. Sechs Zonen für unterschiedliche Hitzestufen lassen sich festlegen. So ändert sich die Energiezufuhr durch einfaches Hin- und Herschieben von bis zu sechs Töpfen. „Mit FreeInduction Plus machen wir die Bahn frei für eine ganz neue Leichtigkeit in der Küche. Wir unterstützen Menschen dabei, das Maximum aus der Quality-Time Kochen herauszuholen – im Einklang mit unserer Vision eines Seamless Life“, erklärt Nedorn. „Seamless Life“ steht bei Siemens für ein Leben, das durch die Kombination aus Vernetzung, intelligenter Technologie und Design mehr Freiräume und Möglichkeiten für Endverbraucher schafft.