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Agenda 21: Aus für WMF-Töpfe am Standort Geislingen

Rund drei Jahre nach der Übernahme von WMF hat die französische Groupe SEB die Einstellung der Produktion von Edelstahlkochtöpfen in Baden-Württemberg angekündigt. Die Fertigung am Standort Geislingen an der Steige sei "defizitär", heißt es in einer von WMF verbreiteten SEB-Mitteilung.

WMF Kochtöpfe Bildquelle: © WMF

Im Rahmen des “Agenda 21”-Programms zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Leistungsstärke des Unternehmens hat WMF mehrere Maßnahmen verkündet. Darunter, dass die “defizitäre Fertigung von Edelstahl-Kochgeschirr in Geislingen bis Ende des Jahres 2020 an andere Standorte des Unternehmens in Europa verlagert werden soll”. Die Umstrukturierung könne circa 400 von 6.200 Arbeitsplätzen betreffen. “Mit einem Freiwilligenprogramm, Altersteilzeit, der Schaffung neuer Arbeitsplätze in Geislingen durch den Ausbau des PCM-Geschäftes (Professional Coffee Machines) sowie neuen Stellen am zukünftigen Logistikzentrum im nahegelegenen Dornstadt bietet WMF den Mitarbeitern ein breites Spektrum an Möglichkeiten”, heißt es seitens WMF. 

Weitere Punkte des Programms sind laut WMF:

  • Kontinuierliche Beschleunigung des Wachstums im PCM-Geschäft durch verstärkte Investitionen in Forschung und Entwicklung, der Einführung neuer Produkte sowie dem Ausbau der Produktionskapazitäten und Investitionen in die Logistik in Geislingen.
  • Ein Plan zur Trendwende des Consumer-Geschäfts
  • Erneutes Wachstum: In Deutschland seien bereits Initiativen gestartet, die das Markenimage von WMF nutzen. Das Wachstum werde durch eine schnellere internationale Expansion und höhere Investitionen in Innovationen zur Optimierung des Produktportfolios getragen.
  • Konsolidierung der Logistik in Deutschland im Lager Dornstadt

SEB hatte den deutschen Küchengeräte-Hersteller im Mai 2016 von den Finanzinvestoren Kohlberg Kravis Roberts für mehr als 1,5 Milliarden Euro gekauft. Der französische Konzern ist bekannt für Marken wie Moulinex oder Krups.