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"Smart Home Trends und Potentiale 2018": Massenmarkt lässt auf sich warten

Die Unternehmensberatung mm1 hat das Trendpaper "Smart Home Trends und Potentiale 2018" veröffentlicht. Es zeigt, der Smart Home-Markt verzeichnet kein besonderes Wachstum. Anbieter müssen daher handeln und Preise reduzieren, Produkte vereinfachen und die Kommunikation emotionaler gestalten.

Smart Home Bildquelle: © Fotolia

Seit Jahren wird prognostiziert, der Massenmarkt sei bereit für Smart Home. Eine aktuelle Analyse der Unternehmensberatung mm1 zeigt ein anderes Bild: Trotz steigendem Verbraucherinteresse und zunehmender Verbreitung von ‚Smart Devices‘ verzeichnet der Smart Home Markt weiterhin kein besonderes Wachstum. “Es gibt eine Kluft zwischen frühen Anwendern und der Mehrheit der Endkunden”, erklärt David B. Hofmann, Managing Partner bei mm1 und Leiter der Consumer IoT Practice. “Um erfolgreich zu sein, müssen Anbieter in der aktuellen Marktphase Preise reduzieren, Produkte einfacher und die Kundenkommunikation emotionaler gestalten.” .

Ergebnisse der "Smart Home Study" 2015 Bildquelle: © GfK

Ergebnisse der "Smart Home Study" 2015

Aus Sicht vieler Anbieter bleibt insbesondere der Markt für “All-in-One” Smart Home-Lösungen weiter hinter den Erwartungen zurück. Die Entwicklung der Google Suchanfragen zeigt seit 2013 zwar ein stark steigendes Verbraucherinteresse an Smart Home-Anwendungen, allerdings herrscht weiterhin Zurückhaltung beim Kaufverhalten des Endkunden. Daher hinkt Deutschland auch bei der Marktdurchdringung im internationalen Vergleich weiter hinterher: Bis 2021 prognostizieren Analysten eine Adaptionsrate von etwa 35 Prozent in Deutschland im Vergleich zu etwa 60 Prozent Anteil der Smart Home-Haushalte in den USA.

GfK erfragte in der Studie "Smart Home in Germany" 2016, welche Smart Home-Anbieter Konsumenten für vertrauenswürdig halten. Bildquelle: © GfK

GfK erfragte in der Studie "Smart Home in Germany" 2016, welche Smart Home-Anbieter Konsumenten für vertrauenswürdig halten.

Kundenerwartungen: Günstig, einfach und sicher soll es sein
Gründe für die Ablehnung von Smart Home-Angeboten sind in erster Linie die Kosten, mangelnde Kenntnisse, sowie Sorgen um die Datensicherheit. Besonders beliebt sind Anwendungen rund um Sicherheit (z.B. Überwachung mit Innen- und Außenkameras) und Komfort (z.B. Lichtsteuerung, Heizkörperthermostate). Hier floriert seit 2015 der Markt für sogenannte ‚Point Solutions‘ und die Nachfrage nach solchen spitzen Lösungen steigt weiter an. Kunden wünschen sich jedoch auch Komplettsysteme aus einer Hand, weshalb es einigen Anbietern gelingt, ihr Produktportfolio sukzessive zu erweitern, Bestandskunden weiter auszuschöpfen und neue Segmente zu erschließen. Der französische Smart Home-Anbieter Netatmo hat sich mit dieser Strategie beispielsweise seit Markteinführung einer Wetterstation 2011 von der ‚one product company‘ zu einem der führenden Wettbewerber für das vernetzte Zuhause entwickelt mit breitem Produktportfolio für zahlreiche Anwendungsbereiche (u.a. Sicherheit, Raumklima).