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Deloitte-Studie: Der deutsche Smart-Home-Zug rollt an

Allerdings tut er dies noch nicht im Expresstempo. So das Ergebnis der aktuellen Smart-Home-Studie von Deloitte. Sie zeigt, dass Konsumenten großes Interesse am Thema haben, aber auch nach wie vor Datenschutz-Bedenken hegen.

Smart Home-Baustein im kompakten Design Bildquelle: © Devolo

Das Smart Home gilt seit einigen Jahren als der Standard von morgen – umso mehr, da viele Komponenten bereits heute Realität sind. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an die Wachstumspotenziale. Tatsächlich hat sich das Smart Home „in den Köpfen“ bereits vielfach etablieren können, das Interesse wächst. Aber auch die Skepsis steigt: Wie der aktuelle Deloitte Smart Home Consumer Survey zeigt, sind insbesondere die Bedenken im Hinblick auf Datenschutz und -sicherheit nicht geringer geworden. Die Bereitschaft zum Teilen von Daten nimmt dennoch zu. Abseits dessen sind die Erfahrungen der Anwender mehrheitlich gut bis sehr gut. Besonders gefragt beziehungsweise verbreitet sind vernetzte Lautsprecher sowie intelligente Schalter und Steckdosen. Hausnotrufsysteme genießen als einziger Zusatzdienst ebenfalls eine hohe Akzeptanz im Markt. Generell stehen Komfort und Sicherheit an erster Stelle bei den Nutzungsgründen. Gesteuert werden die entsprechenden Systeme – bei denen die Mehrheit offene Plattformen gegenüber geschlossenen eindeutig vorzieht - überwiegend per Smartphone und App.

„Von einem Boom zu sprechen, wäre noch verfrüht, aber die Verbreitung von Smart Home-Komponenten nimmt zu. Insgesamt steigen Akzeptanz und Interesse, wenn auch im Hinblick auf sensible Bereiche wie etwa Türschlösser noch Vorbehalte existieren. Der Kenntnisstand ist bei nahezu allen Altersgruppen deutlich gestiegen“, erklärt Dr. Gunther Wagner, Director Technology bei Deloitte.

Gunther Wagner, Deloitte Bildquelle: © Deloitte

"Von einem Boom zu sprechen, wäre noch verfrüht, aber die Verbreitung von Smart-Home-Komponenten nimmt zu”, sagt Dr. Gunther Wagner, Director Technology bei Deloitte.

Smart-Home-Komponenten werden immer interessanter
Rund 13 Prozent der Haushalte in Deutschland haben heute einen smarten Lautsprecher, sechs Prozent ein intelligentes Reinigungsgerät – und 14 Prozent einen Mediaserver. Andere Devices und Systeme bewegen sich zwischen vier und fünf Prozent Verbreitung. Das grundsätzliche Interesse an der Anschaffung beläuft sich jedoch durchgehend auf 20 bis 30 Prozent. Insgesamt ist die Verbreitung smarter Devices für das Zuhause in den letzten drei Jahren deutlich gestiegen, bei Lautsprechern, Leuchten und Thermostaten um 50 bis 67 Prozent. Hausnotrufsysteme hingegen stagnieren, Mediaserver legten nur um acht Prozent zu.

Wer es hat, liebt es
Mehr als die Hälfte der Nutzer von Smart-Home-Systemen ist zufrieden. Immerhin 87 Prozent verwenden sie regelmäßig, vor allem Verbraucher zwischen 25 und 45 Jahren. Im Vordergrund steht dabei der Wunsch nach mehr Komfort (56 Prozent) und nach zusätzlicher Sicherheit (49 Prozent). Im Hinblick auf smarte Heizthermostate spielt natürlich auch der Kostenaspekt eine substanzielle Rolle (38 Prozent). In den letzten Jahren sind den Verbrauchern offensichtlich immer mehr Gründe und Anlässe eingefallen, sich für Smart-Home-Komponenten zu erwärmen – was auf einen insgesamt höheren Informationsstand schließen lässt. So spielt jetzt auch das Motiv Umwelt eine stärkere Rolle (20 Prozent der Nennungen).

Vorbehalte bei Kosten und Sicherheit
Skeptiker gibt es vor allem im Hinblick auf den Datenschutz und die Sicherheit der übermittelten Informationen. Für genau ein Drittel ist das ein Grund, Smart-Home-Lösungen links liegen zu lassen. Übertroffen wird die Sicherheits- nur von der Kostenfrage: 38 Prozent finden die Systeme zu teuer, jedoch sank die Zahl der Nennungen um sechs Prozentpunkte gegenüber 2015. 22 Prozent finden die Technologie noch zu wenig ausgereift, für 15 Prozent ist die Installation zu kompliziert: eine Zunahme um drei Prozentpunkte. Gestiegen ist ebenfalls die Befürchtung einer zu komplexen Bedienung.