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Video-Überwachung und Roaming: Zusatzkosten im Urlaub vermeiden

Ende Juni beginnen in den ersten Bundesländern die Sommerferien – Zeit um mit der ganzen Familie zu verreisen. Das Zuhause ist dann jedoch oft für Wochen unbewohnt. Videoüberwachungssysteme können hier helfen – doch können die Videos überhaupt ohne teure Roaming-Gebühren angeschaut werden?

Surfen am Strand Bildquelle: © Antonioguillem - Fotolia

Mit der Urlaubszeit steigt erfahrungsgemäß auch die Einbruchsrate. Wohnungen und Häuser sind in dieser Zeit tage-, oft sogar wochenlang, unbewohnt. Videoüberwachungssysteme sollen den Verreisten deshalb ein sicheres Gefühl geben und sie vor bösen Überraschungen nach dem Urlaub bewahren. Moderne, smarte Systeme informieren den Nutzer dabei per Push-Nachricht in Echtzeit über Vorkommnisse. Anhand des Videomaterials kann dieser dann Beurteilen, ob es sich lediglich um eine streunende Katze oder eine wirkliche Gefahr handelt. Dafür braucht er jedoch eine ständige Datenverbindung für das Smartphone oder Tablet – via WLAN oder den mobilen Daten. In den meisten Ferienorten dürfte beides zu haben sein. Doch wann wähle ich was? Können die Videos überhaupt im Urlaub angeschaut werden? Und welche Kosten kommen dann auf die Anwender zu? Blink hat wichtige Punkte zusammengestellt und gibt sieben Tipps für Roaming im Urlaub.

Roaming in der EU
Innerhalb der Europäischen Union fallen seit 2017 nach dem Motto „Roam like Home“ keine Roaming-Gebühren mehr an. Mobilfunk-Kunden aus Mitgliedsstaaten der EU surfen überall im EU-Gebiet im Rahmen ihres Datenvolumens ohne Mehrkosten. Damit lässt es sich unbeschwert reisen, und wenn das Datenvolumen nicht ausreichen sollte, kann dieses genau wie zu Hause einfach erweitert werden.

Roaming in Nicht-EU-Ländern
Anders verhält es sich bei Ländern, die nicht zur EU gehören. Hier fallen teilweise sehr hohe Roaming-Gebühren an. Vor dem Reiseantritt, sollte man sich daher bei seinem Netzbetreiber nach Datenpaketen für das Ausland zu erkundigen. Dort gibt es oft für relativ wenig Geld Zusatzoptionen, die sich tageweise oder gleich für eine Woche pauschal buchen lassen. Ist das Datenvolumen erschöpft, informiert eine SMS über das Ende des Kontingents – und bietet natürlich eine Kurzwahl für Nachschub an.

Public WLAN
Im Hotelzimmer oder an der Poolbar können Reisende meist auf das Hotel-eigene WLAN zurückgreifen. Dabei handelt es sich jedoch fast immer um ein ungeschütztes Funknetz, in das sich jeder einloggen kann. Zwar ist die Kommunikation des Sync-Moduls von Blink mit den Cloud-Server in Frankfurt am Main Ende-zu-Ende mit Transport Layer Security (TLS) verschlüsselt, ein Protokoll, das auch HTTPS-verschlüsselte Webseiten verwenden. Das Smartphone oder Tablet selber bleibt dennoch angreifbar, zumal wenn es Android als Betriebssystem verwendet.

Privates WLAN
Anders verhält es sich, wenn beispielsweise in einem Ferienhaus ein eigenes WLAN zur Verfügung steht. Dieses kann ganz wie zu Hause genutzt werden, sofern die Kommunikation WPA2 verschlüsselt ist. Und man selber die Zugangsdaten konfigurieren darf oder aber der Eigentümer vertrauenswürdig ist. Anderenfalls könnte es sein, dass jemand Zugang zu einem vermeintlich sicheren WLAN anbietet, in dem er selber herumschnüffelt.

Mobile Hotspot
Alternativ kann auch ein eigener mobiler Hotspot verwendet werden. Das kleine Ei von Huawei ist dem ein oder anderen vielleicht noch bekannt, das mit einer SIM-Karte ausgestattet als kleiner WLAN-Hotspot arbeitete. Allerdings lassen sich heute auch Smartphones leicht zu einem Hotspot verwandeln – die notwendige Einstellung findet sich in Android wie Apple iOS im Set-up Menü unter einem Namen wie „Persönlicher Hotspot“ und bietet eine sichere Kommunikation.

Lokale SIM-Karte
Schließlich gibt es noch die Option, sich am Urlaubsort eine lokale SIM-Karte zu kaufen. Wichtig ist, darauf zu achten, dass sie ein ausreichendes Datenvolumen hat. Diese Option kann unter Umständen sehr attraktiv sein, da in vielen Ländern der Mobilfunk deutlich günstiger ist als in Deutschland. Das finnische Marktforschungsunternehmen Rewheel listet die Preis-Leistungs-Differenzen jeden Monat neu sehr übersichtlich auf. Diese Option ist selbst bei Urlaub in der EU interessant, denn schon für 30 Euro gibt es in einigen Ländern unlimitierten Datentraffic – zum Beispiel in Dänemark, Kroatien oder den Niederlanden. Aber auch Frankreich mit 120 GB und Italien, Schweden, Polen oder das Vereinigte Königreich mit jeweils 100 GB für 30 Euro sind nicht gerade knauserig, ebenso wenig wie Israel.

Fazit
Wenn man sich vor dem Urlaub ein paar Minuten Gedanken macht, welche Option für am besten ist, steht einem enspannten Urlaub nichts mehr im Weg, denn das Zuhause hat man jederzeit im Blick.