Sie sind hier: HomeZusatzgeschäftTelekommunikation

Sprachsteuerung im Smart Home: Gekommen, um zu bleiben

Wie unsichtbare Butler können Amazon Echo, Google Home & Co. das Leben in den heimischen vier Wänden komfortabler gestalten. Kein Wunder, dass sich die Sprachsteuerungslösungen immer größerer Beliebtheit erfreuen und sich zusehends etablieren werden, so ein Ergebnis eines BVDW-Whitepapers.

Digitalstrom Amazon Echo Bildquelle: © Digitalstrom

Datenschutz vs. Usability? Diese Entscheidung muss jeder Nutzer für sich selbst treffen.

“Sprachsteuerung ist bei den Menschen angekommen – und wird bleiben”, so das vorwegnehmende Fazit des Whitepapers “Sprachassistenten im Smart Home”. Insbesondere im zunehmend vernetzten Zuhause biete die neue Benutzerschnittstelle echte Vorteile in der Bedienung und Steuerung. Das sei auch ein Grund, weshalb fast die Hälfte der Deutschen „Smart Home“ zu den Technologietrends rechnet, die ihr Leben künftig am stärksten beeinflussen werden.

Junge Menschen seien es bereits heute gewohnt, Sprachnachrichten auf WhatsApp zu diktieren oder mit ihrem Smartphone über Siri oder Google Assistant zu interagieren. 87 Prozent der 14- bis 19-Jährigen hätten laut Whitepaper bereits mindestens einmal die Sprachsteuerung genutzt, 44 Prozent würden dies regelmäßig tun. Wenngleich die meisten Anwendungsfälle und Befehle heute noch sehr einfach sind („Siri, wie viel Uhr ist es?“, „Hey Google, wie wird das Wetter heute?“, „Alexa, mach das Licht aus“), die nachwachsende Generation wird mit ihrem Verhalten auch den Einsatz von Sprachassistenten im Zuhause prägen. Händler, Hersteller und andere Akteure stehen in diesem Zusammenhang vor der Herausforderung, sich auf diese Entwicklung einstellen zu müssen, um dem veränderten Nutzerverhalten Rechnung zu tragen.

Platzhirsch Amazon
Seit der Amazon-Sprachassistent Alexa (beziehungsweise die damit verbundene Endgeräte-Reihe Echo) auf den Markt kam – zunächst 2015 in den USA, zwei Jahre später auch in Deutschland – ist das Verbraucherbewusstsein für Amazon Echo in den USA von 20 Prozent im März 2015 auf 86 Prozent im März 2017 gestiegen. Dabei profitierte Amazon auch von der eigenen Handelsplattform als starkem Vertriebskanal. Ende 2017 stammten drei Viertel aller weltweit verkauften Heim-Sprachassistenten von Amazon. Konkurrenzprodukte wie Google Home, Microsoft Cortana, Apple HomePod oder zukünftig Telekom „Hallo Magenta“ teilen sich den Rest des Marktes auf und versuchen, sich über Alleinstellungsmerkmale zu profilieren; so ist Microsoft Cortana beispielsweise besonders gut darin, Business-Jargon zu verstehen, während Telekom Hallo Magenta vor allem auf IT-Sicherheit setzen will. Google Home nutzt indes die Technologie des Google Assistant, dessen Fokus auf natürlich-sprachliche Fragen liegt. Der Smart-Home-Anbieter Digitalstrom bietet seinen Kunden mit “dS Listener-App” eine eigene Sprachsteuerungsmöglichkeit via Smartphone oder Tablet, um damit Smart-Home-Kommandos zu aktivieren.

Auch traditionelle Endgeräte-Hersteller integrieren Sprachassistenten zunehmend, um ihre eigenen Produkte mit einem smarten Update zu versehen und damit für Kunden attraktiver zu machen. Sonos, ein Pionier bei kabellosen Lautsprechern, integriert alle Sprachassistenten und Streamingdienste in seine Produkte – je nach Präferenz des Kunden. Bose stattet einige Geräte mit voller Alexa-Integration aus, zum Beispiel beim Bose Home Speaker 500, andere mit Google Assistant, wie etwa beim Kopfhörer Bose QC35 II. Auch Sony setzt bei seinen  kabellosen Kopfhörern wie dem Sony 1000X M3 auf die Integration des Google Assistant.

Mehrwerte bieten
Sprache ist wohl die natürlichste Art und Weise der Kommunikation und einfacher als das Tippen auf dem Smartphone. Der konkrete Nutzen der Sprachsteuerung kommt aber nicht von selbst, sondern die Assistenten müssen auf die Bedürfnisse der Nutzer angepasst sein, einen greifbaren Mehrwert bieten und intuitiv in der Bedienung und Interaktion sein.

Dies ist ein Auszug aus dem Whitepaper “Sprachassistenten im Smart Home”. Darüber hinaus enthält es neueste Marktzahlen, Mehrwerte von Sprachassistenten für den Verbraucher, Antworten zum Thema Datenschutz sowie Zukunftstrends. Erstellt und herausgegeben wurde es vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) in Zusammenarbeit mit Autoren von mm1, Deutsche Telekom, Digitalstrom und Taylor Wessing im April 2019. Es kann unter anderem auf der Webseite des Herstellers mm1 hier kostenlos heruntergeladen werden.